Anna, Gudrun, Florian und Siegfried Hubert 

Kantstraße 36
56457 Westerburg


Tel.: 02663/919234 
E-Mail: Siegfried@Riesenkaninchen.de

Internet: www.Riesenkaninchen.de


Gezüchtete Rasse: Deutsche Riesen wildfarben 
 
Schon als Kind interessierte ich mich für Kaninchen. Unser damaliger Nachbar hat mir gezeigt, was man wissen muss, wenn man Kaninchen halten will. Er war in keinem Verein und er hat seine Kaninchen nicht einmal selbst gegessen, weil seine Frau das nicht wollte. Er hatte aber ein großes Wissen über Kaninchen und die Fähigkeit andere zu begeistern. Seine Tiere waren Mischlinge, die im Erscheinungsbild Ähnlichkeit mit den Deutschen Riesenschecken hatten. Die Tiere waren allerdings etwas kleiner. Von ihm bekam ich eine Häsin und zum Decken ging ich eben zum Nachbarn. So war der Grundstein gelegt und die Tiere vermehrten sich bei mir prächtig. Ich hatte zeitweise mehr als 50 Tiere, die dann im Herbst auch von diesem Nachbarn geschlachtet wurden.
Weil ich kein Taschengeld bekam kaufte meine Mutter mir diese Schlachtkörper ab. So bekam ich eine kleine Entschädigung für meine "Arbeit". Die Tiere wurden damals im Sommer ausschließlich mit Grünem gefüttert und im Winter bekamen sie neben Küchenabfällen wie z.B. Kartoffelschalen und Brot Rüben und natürlich Heu. Täglich bin ich mit einem Handwagen und einer Sense losgezogen um Futter für meine Tiere zu mähen.
Später standen dann andere Interessen im Vordergrund und ich hatte dann einige Jahre keine Kaninchen.
Nach unserem Umzug in ein kleines Dorf südlich von Hamburg begann ich relativ intensiv Gemüse in unserem großen Garten anzubauen. Weil hier viel „Kaninchenfutter" anfiel besorgte ich mir wieder ein paar Mischlinge.
Auf einer Lokalschau in Buchholz sah ich dann die grauen Riesen und wusste: die müssen es sein. Ich kaufte mir im gleichen Herbst 1,1 und trat dem HH91 bei.
Nach ein paar Jahren musste ich dann beruflich in den Westerwald umziehen und weil man auf einem Balkon schlecht Riesen halten kann, hatte ich wieder keine Kaninchen.
Im Jahr 2003 als wir mit dem Bau unseres Hauses fertig waren und die Kinder anfingen sich Haustiere zu wünschen beschloss ich wieder Kaninchen anzuschaffen.Ich baute die ersten Ställe und wir fuhren zu einer Riesenclubschau wo wir 1,1 Deutsche Riesen kauften.
Im Winter traten wir dann dem RN74 Hoher Westerwald bei und wenig später wurde ich hier zum 2. Vorsitzenden des Vereines gewählt.
Im Rahmen der Frühjahresversammlung des Deutsche Riesen- und Riesenscheckenclubs Rheinland-Nassau am 09.03.2008 wurde ich zum Geschäftsführer des Clubs gewählt. Auf der Jahreshauptversammlung des Riesenclubs am 08. März 2015 habe ich dieses Amt abgegeben, weil ich zum Vorsitzenden des Clubs gewählt wurde. 

Gudrun Hubert - Geschäftsführerin 

Hallo, ich bin Gudrun, die Ehefrau von Siegfried Hubert, dem 2. Vorsitzenden unseres Vereins. Er hat mich ja schon ganz typisch auf diesen Fotos dargestellt: als erste Hilfskraft wie hier beim 2. Bauabschnitt unserer „Zuchtanlage".
Die Wahrheit ist nämlich, dass ich in meinem Leben nie Tiere hatte und folglich keine Ahnung, geschweige denn Zuchterfahrung!


Meine erste Erfahrung mit Kaninchen
Siegfried hat immer wieder von seinen Deutschen Riesen geschwärmt und im Geiste die tollsten Ställe erdacht. Unsere Kinder lauschten mit großen Augen und es war klar, dass wir bald nach dem Bau unseres Hauses noch einmal bauen mussten: richtig gute Kaninchenställe.

Also errichteten wir ein Gartenhaus. Wir fuhren auf eine Riesenclubschau in Bayern und kauften unseren Sepp und die Lise. Die beiden schloss ich sofort ins Herz. Und als praktisch denkende Mutter kann ich nur sagen: Kaninchen sind absolut pflegeleicht. Sie kläffen nicht, sie krähen nicht, sie laufen nicht in der Wohnung herum und hinterlassen Haare oder andere unangenehme Spuren. Nein: Wir gehen zu ihnen, wenn wir es für richtig halten. Und weil sie ja immer sehr zahlreich sind, gibt es unter den Kindern auch nie Streit, denn jeder hat ein oder mehrere eigene Tiere zum Schmusen und Pflegen. Ich habe auch immer ein Kaninchen in meiner Obhut. Auch das Ausmisten ist keine Zumutung, Babypopos können da wesentlich schlimmer riechen!

Natürlich hatten wir schon bald überschüssige Kaninchen. Ich sage immer: das ist der Moment, wo sie zu Nutztieren werden. Die Kinder sagen den betreffenden Kandidaten noch mal "Tschüss!" und ich schrubbe in der Zeit schon mal die Küchenspüle. Dann helfen sie Papa beim Schlachten soweit sie können und ich bekomme den abgezogenen und ausgenommenen „Braten" in die Hand um ihn gründlich zu waschen. Schließlich bette ich ihn zur letzten Ruhe für einen Tag in den Römertopf, bevor er in die Kühltruhe wandert. Dann passt er nach dem Auftauen nämlich genau hinein, ohne dass eventuell die Keulen überstehen.
Die Tiere leiden beim Schlachten wirklich nicht. Ich stand der Sache zuerst nämlich auch skeptisch gegenüber. Es ist auch kein furchterregender Anblick. Anna und Florian, unsere Kinder, wissen seitdem über die Eingeweide eines Lebewesens Bescheid. Papa hat ihnen alles genau erklärt. 

Mein erster Kontakt zum RN 74 
Ungefähr nach den ersten verspeisten Braten traf ich dann auf Hilde, hoch begeisterte Züchterin in unserem Verein. Sie ließ nicht locker und müsste ein Verdienstkreuz für Mitgliederwerbung bekommen. Sie hat mir jedes Mal, wenn ich sie traf (und in unserem kleinen Westerburg trifft man sich ganz schön oft!) etwas über die Kaninchen erzählt und meine Berichte genauestens und von Herzen verfolgt. Jedenfalls hat sie uns überzeugt, dass wir in den RN 74 eintreten müssten. Das haben wir getan.

Aber Hilde braucht man vom Schlachten nichts zu erzählen, sie gehört sozusagen der Anti-Schlacht-Fraktion an. Das ist ja aber auch kein Wunder. Ihre kleinen Farbenzwerge eignen sich kaum zur Fleischgewinnung. Unsere Deutschen Riesen dagegen liefern pro ausgewachsenem Tier ca. 10 Personen eine reichliche Mahlzeit.

Unser Verein ist mir richtig ans Herz gewachsen. Wir verstehen uns prächtig und haben bei jeder Vereinssitzung in der urigen Hardter Mühle viel Spaß. Auch sonst hat jeder für jeden ein offenes Ohr bei allen Zuchtkümmernissen und –sorgen.