Gudrun Hubert

Gudrun Hubert - Geschäftsführerin
Kantstraße 36
56457 Westerburg

Tel.: 02663/919234

Gezüchtete Rasse: Deutsche Riesen wildfarben

Hallo, ich bin Gudrun, die Ehefrau von Siegfried Hubert, dem 2. Vorsitzenden unseres Vereins. Er hat mich ja schon ganz typisch auf diesen Fotos dargestellt: als erste Hilfskraft wie hier beim 2. Bauabschnitt unserer „Zuchtanlage".

Die Wahrheit ist nämlich, dass ich in meinem Leben nie Tiere hatte und folglich keine Ahnung, geschweige denn Zuchterfahrung!

Meine erste Erfahrung mit Kaninchen

Siegfried hat immer wieder von seinen Deutschen Riesen geschwärmt und im Geiste die tollsten Ställe erdacht. Unsere Kinder lauschten mit großen Augen und es war klar, dass wir bald nach dem Bau unseres Hauses noch einmal bauen mussten: richtig gute Kaninchenställe.

Also errichteten wir ein Gartenhaus. Wir fuhren auf eine Riesenclubschau in Bayern und kauften unseren Sepp und die Lise. Die beiden schloss ich sofort ins Herz. Und als praktisch denkende Mutter kann ich nur sagen: Kaninchen sind absolut pflegeleicht. Sie kläffen nicht, sie krähen nicht, sie laufen nicht in der Wohnung herum und hinterlassen Haare oder andere unangenehme Spuren. Nein: Wir gehen zu ihnen, wenn wir es für richtig halten. Und weil sie ja immer sehr zahlreich sind, gibt es unter den Kindern auch nie Streit, denn jeder hat ein oder mehrere eigene Tiere zum Schmusen und Pflegen. Ich habe auch immer ein Kaninchen in meiner Obhut. Auch das Ausmisten ist keine Zumutung, Babypopos können da wesentlich schlimmer riechen!

Natürlich hatten wir schon bald überschüssige Kaninchen. Ich sage immer: das ist der Moment, wo sie zu Nutztieren werden. Die Kinder sagen den betreffenden Kandidaten noch mal "Tschüss!" und ich schrubbe in der Zeit schon mal die Küchenspüle. Dann helfen sie Papa beim Schlachten soweit sie können und ich bekomme den abgezogenen und ausgenommenen „Braten" in die Hand um ihn gründlich zu waschen. Schließlich bette ich ihn zur letzten Ruhe für einen Tag in den Römertopf, bevor er in die Kühltruhe wandert. Dann passt er nach dem Auftauen nämlich genau hinein, ohne dass eventuell die Keulen überstehen.

Die Tiere leiden beim Schlachten wirklich nicht. Ich stand der Sache zuerst nämlich auch skeptisch gegenüber. Es ist auch kein furchterregender Anblick. Anna und Florian, unsere Kinder, wissen seitdem über die Eingeweide eines Lebewesens Bescheid. Papa hat ihnen alles genau erklärt.

Mein erster Kontakt zum RN 74  

Ungefähr nach den ersten verspeisten Braten traf ich dann auf Hilde, hoch begeisterte Züchterin in unserem Verein. Sie ließ nicht locker und müsste ein Verdienstkreuz für Mitgliederwerbung bekommen. Sie hat mir jedes Mal, wenn ich sie traf (und in unserem kleinen Westerburg trifft man sich ganz schön oft!) etwas über die Kaninchen erzählt und meine Berichte genauestens und von Herzen verfolgt. Jedenfalls hat sie uns überzeugt, dass wir in den RN 74 eintreten müssten. Das haben wir getan.

Aber Hilde braucht man vom Schlachten nichts zu erzählen, sie gehört sozusagen der Anti-Schlacht-Fraktion an. Das ist ja aber auch kein Wunder. Ihre kleinen Farbenzwerge eignen sich kaum zur Fleischgewinnung. Unsere Deutschen Riesen dagegen liefern pro ausgewachsenem Tier ca. 10 Personen eine reichliche Mahlzeit.

Unser Verein ist mir richtig ans Herz gewachsen. Wir verstehen uns prächtig und haben bei jeder Vereinssitzung in der urigen Hardter Mühle viel Spaß. Auch sonst hat jeder für jeden ein offenes Ohr bei allen Zuchtkümmernissen und –sorgen.

Ein gutes Beispiel ist der oben auf den Fotos dargestellte 2. Bauabschnitt unserer „Zuchtanlage". Siegfried und Peter, ein neues Mitglied im Verein, hatten die Ställe fertig und ich hatte gerade den letzten Pinselstrich hinter mir. Hilde hatte dies natürlich längst mitgekriegt und mit Georg und Herbert einen Richtbaum gebastelt. Den brachten sie eines Nachmittags und wir feierten das Richtfest!

Siegfried Hubert
Rassekaninchenzucht im Westerwald