Mariendistel

Die Mariendistel ist durch einen kleinen „Betriebsunfall“ in unseren Garten gekommen. Wir haben etwas Mariendistelsamen in der Futtermischung gehabt. Hierbei scheinen wohl einige Tiere beim Fressen etwas „gekleckert“ zu haben. Jedenfalls hatten wir plötzlich diese Pflanzen im Garten ohne sie ausgesät zu haben. Das kommt gelegentlich durch den Kaninchenmist, den wir zum Düngen unseres Gartens verwenden.

Die Pflanzen gedeihen bei uns sehr gut, sie haben aber spitze Stacheln. Es sind eben Disteln. Aber das scheint den Riesenkaninchen wenig auszumachen. Die Blätter werden problemlos gefressen und sie scheinen den Tieren gut zu bekommen.

Mariendistel schützt die Leber vor Umweltgiften und anderen Schadstoffen. Sie soll sogar in der Lage sein, geschädigte Leberzellen zu reparieren und die Bildung neuer Leberzellen anzuregen. Heilsam sind besonders die Samen, die man den Kaninchen prisenweise ins Futter geben kann. Sie enthalten neben schützenden Wirkstoffen auch mehr als 20% Eiweiß und bis zu 30% Öl. Mariendistelsamen geben somit Energie. Mariendistel fördert auch den Milchfluss der Häsin. Ihr englischer Name lautet auch „Milk Thistle“ (Milchdistel).

 

Siegfried Hubert
Rassekaninchenzucht im Westerwald