Luzerne

Königin der Futterpflanzen

Ich werde immer mehr zum Freund dieser Pflanze. Sie eignet sich m.E. ausgezeichnet für die Fütterung der Riesenkaninchen. Wir bauen Luzerne in unserem Garten selbst an und verfüttern sie im Sommer frisch zusätzlich zu unserer Futtermischung.  

Als eine der trockenheitstolerantesten Futterpflanzen könnte die Luzerne mit zunehmender Klimaveränderung in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Als tiefwurzelnde und bodenaufschließende Pflanze eignet sich die Luzerne gut als Vorfrucht und Gründüngung. 

Wegen ihrer vielen Vorzüge wird die Luzerne, die zu den Leguminosen gehört, auch als Königin der Futterpflanzen bezeichnet. Sie besitzt die Fähigkeit, mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und unabhängig vom Stickstoff im Boden Pflanzeneiweiß zu bilden. Luzerne wird in vielen Ländern mit den unterschiedlichsten Boden- und Klimaverhältnissen sehr erfolgreich angebaut. Die Aussaat erfolgt bei uns von März bis August. Das Saatgut wird in 2 bis 3 cm Tiefe in die Erde gebracht. Luzerne bevorzugt mittlere, leicht lehmige, verdichtete Böden. Anbauflächen mit einem hohen Grundwasserstand sind für diese Futterpflanze nicht geeignet.  

Die Pflanzen sollten bei mehrmaligem Schnitt mindestens einmal im Jahr zur vollen Blüte kommen, weil dadurch der erneute Aufwuchs und die weitere Nutzung gefördert werden. Die Stickstoffbindung, die durch Luzerne im Boden entsteht, verbessert die Leistung erheblich. Außerdem lockert Luzerne durch ihre langen Pfahlwurzeln den Boden, sodass diese Grünfutterpflanze in der Regel ohne Zugabe von Düngern einen sehr hohen Ertrag bringt.  

Siegfried Hubert
Rassekaninchenzucht im Westerwald